Infothek

Neu erschienen: „Herz aus dem Takt“ von Dr. Petra Schirdewahn

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A

Ablation – gezielte Verschorfung/Verödung von Gewebe

Antikoagulation – ist die Behandlung mit sogenannten Blutverdünnern mit dem Ziel der Verhinderung von Embolien, insbesondere eines Schlaganfalles. Die Blutverdünner setzen die Gerinnbarkeit des Blutes herab. So wird die Gerinnselbildung im Herzen bei Vorhofflimmern quasi unmöglich gemacht. Der Nachteil dieser Behandlung ist eine erhöhte Blutungsneigung.

B

Bradykardie – langsamer Herzschlag (< 50/min)

D

Defibrillation – ist eine Behandlung bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern). Durch einen starken Stromstoß wird die normale Herztätigkeit wieder hergestellt.

E

EKG – (Elektrokardiogramm) ist die Registrierung der Summe aller elektrischen Aktivitäten des Herzens. Jeder Herzaktion geht eine elektrische Aktivierung voraus. Diese Spannungsänderungen werden an der Köperoberfläche abgeleitet und im Zeitverlauf registriert. Mit dem EKG lassen sich viele Informationen über das Herz gewinnen. So lassen sich Herzrhythmusstörungen, ein Herzinfarkt, Muskelerkrankungen und andere Besonderheiten des Herzens diagnostizieren.

Extrasystole – ist ein Extra-Herzschlag, der zusätzlich zum normalen Herzrhythmus auftritt. Man spürt Extrasystolen manchmal gar nicht, manchmal aber auch als unangenehmen Stolpern, als Aussetzer und Klopfen im Hals. Extrasystolen können im Vorhof (supraventrikuläre Extrasystolen) und in der Herzkammer (ventrikuläre Extrasystolen) entstehen. Sie sind in der Regel harmlos, manchmal aber sehr lästig.

K

Kardioversion – Durch die Abgabe eines Stromstoßes soll die Aktivität der Herzmuskelzellen synchronisiert werden. Danach setzt in der Regel wieder eine geordnete Aktivität des Sinusknotens ein. Bei einer Kardioversion wird ein Stromstoß (100 – 200 Joule) über zwei Flächenelektroden abgegeben. Im Gegensatz zur Defibrillation, erfolgt die Stromabgabe EKG-getriggert. Das ist schonender. Die Kardioversion erfolgt in Kurznarkose. Die Kardioversion ist eine akute Behandlung, das heißt, dass die Rhythmusstörungen danach wieder auftreten kann.

Katheterablation – ist die Behandlung von Herzrhythmusstörungen, bei der mit Hilfe einer gezielten Verödung von Herzmuskelgewebe die Strukturen zerstört werden, die für die Entstehung bzw. Aufrechterhaltung der Rhythmusstörung verantwortlich sind. Die Narben sind meist winzig. Ziel der Behandlung ist die dauerhafte Beseitigung der Rhythmusstörung.

P

Pill in the pocket-Therapie – Konzept in der Behandlung von Vorhofflimmern bei herzgesunden Patienten (

S

Synkope – plötzliche Bewusstlosigkeit

T

Tachykardie – zu schneller Herzschlag (> 100/min)